Ein wohlverdienter Urlaub auf Kreta (Spätsommer 2018)

Dieses Jahr war ich zwischen September und Oktober im Urlaub auf Kreta. Gebucht wurde eine Individualreise samt Ferienwohnung und Mietauto in Souda – einem kleinen Vorort von Chania. Kreta ist bei deutschen Urlaubern sehr bekannt, allerdings würde ich behaupten, dass es einem nur möglich ist, die Schönheit und Vielseitigkeit dieser Insel zu erkunden, wenn man sich fernab von Hotels bewegt und eigenständig um die Insel fährt. Hier folgt ein kleiner Reisebericht über karibische Strände und die für mich schönsten Ecken Kretas.

Balos Beach

Ein absolutes Must-See sollte bei einer Reise nach Kreta auf jeden Fall die Bucht von Balos sein. Sie liegt etwa 30 Minuten von Kissamos entfernt. Man erreicht sie, indem man das davor liegende Gebirge über eine steinige Buckelpiste durchquert. Am Ende der Piste (Straße kann man es leider nicht mehr nennen) liegt ein Parkplatz, der in der Hauptsaison mit hoher Wahrscheinlichkeit überfüllt ist, sodass sich die Autos die Piste entlang aufreihen. Vom Parkplatz aus folgt eine ca. 30 minütige Wanderung hinab zur Bucht – kann anstrengend werden und festes Schuhwerk ist angesagt, aber es lohnt sich wirklich. Begleitet wird man während der kurzen Wanderung von den lokalen Bergziegen die freundlich mitwandern und über die Felsen klettern.
Unten angekommen erwartet einen dann phänomenal klares Wasser und ein feiner Sandstrand. Für 5€ konnte man sich ein Liegenpaar mit Schirm mieten. Einfach traumhaft!
Wer keine Lust auf Buckelpiste mit anschließender Wanderung hat, kann von Kissamos aus mit der Fähre zur Bucht fahren. Allerdings wird hier wahrscheinlich ein stolzer Preis verlangt.

Knossos

Wer mal keine Lust auf Strand hat oder das sonnige Wetter eine Pause einlegt, kann sich die Ruinen von Knossos in der Region Irakleon ansehen. Hier befindet sich ein uralter Palast, der ausgegraben und wieder aufgebaut wurde. Richtig lohnenswert ist der Tag für Studierende, da diese keinen Eintritt nach Vorlage eines Studierendenausweises zahlen müssen. Ansonsten wird ein stolzer Preis von 15€ verlangt. Eine guided Tour kann man sicherlich empfehlen, wenn man sich wirklich für die Geschichte hinter den Ausgrabungen interessiert.

Das Hippiedorf von Matala

Im Süden der Insel befindet sich ein altes Dorf, das in den 60er Jahren von Hippies besiedelt wurde. Diese haben sich alte Gräber eines enorm großen Felsens, der direkt am Strand liegt, zu eigen gemacht und dort ihre Nachtlager aufgeschlagen. Heute kann man die Gräber besichtigen. Darüber hinaus hat Matala einen ganz eigenen Charme vorzuweisen. Es liegt an einer kleinen Bucht mit Kies/Sandstrand und beköstigt viele Touristen in kleinen lokalen und Bars. An Wochenenden wird vereinzelt Livemusik in kleinen Lokalen angeboten und ein kleiner touristentypischer Markt mit vielen Lädchen zieht sich durch die Straßen von Matala. Die Straßen sind bemalt, was den Charme dieses Dorfes unterstreicht.

Der Strand von Phalasarna

Zu meinen absoluten Strandfavoriten gehört der Strand von Phalasarna. Er zieht sich über die Westküste und weist eine karibische Stimmung auf. Der Sand ist fein, das Wasser klar und türkis. Man kann meterweit in das Meer hineinlaufen und findet immer wieder kleine Sandbänke inmitten der Wellen. Für 8€ kann man zwei Liegen und einen Schirm mieten. Ein paar Meter südlich werden Wassersport und Skydiving angeboten und kleine Tavernen befinden sich in unmittelbarer Nähe. Zudem kann man von seiner Liege aus Getränke und Snacks bestellen, die einem dann von der 100m entfernten Strandtaverne geliefert werden. Wer einen Tag am Strand verbringen will und Lust auf karibische Atmosphäre hat, ist hier genau richtig.
Kleiner Tipp: Die Einheimischen haben uns verraten, dass die Sonnenuntergänge von Phalasarna phänomenal seien.

Natürlich hat Kreta noch viel mehr zu bieten. Für alle Aktiven kann ich weiterhin eine Schluchtwanderung empfehlen. Diese gibt es vermehrt auf Kreta. Wir haben uns an der 8km langen Imbros-Schlucht versucht, was wirklich Spaß gemacht hat. Außerdem werden Radtouren und Tauchkurse vereinzelt angeboten. Insgesamt war der Urlaub auf Kreta sehr erholsam und abwechslungsreich und ich bin mir sicher, dass ich Kreta noch einmal besuchen werde. Bis dahin!



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